Ausstellung: The Politics and Pleasures of Food

Titel "The Politics and Pleasures of Food" schauen 14 Künstler weit über den Tellerrand hinaus und setzen sich mit der politischen Dimension des Essens auseinander.

Hungersnöte und Fresswahn, Biofetischismus und Fast Food, Notwendigkeit und Statussymbol – Essen hat viele Facetten, so auch die Ausstellung "The Politics and Pleasures of Food". Kurator Frank Motz: „Wir möchten über die Widersprüchlichkeiten im Kontext mit Nahrung und Essen aufklären, Zusammenhänge zwischen politischen, sozialen und ökonomischen Systemen und der Nahrungsproduktion sowie bestehende Konfliktlinien im Kampf um Nahrung, ihre Produktion, Verteilung und Verwertung aufzeigen ...“

Das klingt ernst – und etwas fade. Das Künstleraufgebot der Ausstellung verspricht aber gepfefferte Aktionen mit hintersinnigem Humor. Da ist zum Beispiel das Kollektiv "Fallen Fruit", das zum Obst-Einkochen einlädt. Oder Arti Grabowski, der in seiner Performance "Oktoberfest" auch schon mit Hausschweinen getafelt hat. Mit dabei ist auch Rémy Markowitsch mit der "Bonsai Potato", einer riesigen leuchtenden EU-Standardkartoffel. Zeger Reyers wiederum ist bekannt für Aktionen an der verschwommenen Grenze zwischen Natur und menschlichem Tun. Beispielsweise lässt er Pilze auf Möbeln, Spielzeug oder Haushaltswaren wachsen.

Halle14 Zeger Reyers
Kunstwerk des niederländischen Künstler Zeger Reyers

Vielfältig wie die Ausstellung ist auch das Rahmenprogramm "Konflikt, Verzicht, Verführung" mit Vorträgen, Gesprächen und Performances. Mit dabei sind zum Beispiel der libanesische Kochkunstaktivist und Ernährungsvisionär Kamal Mouzawak oder Götz Bury mit seiner Kochshow "Gut Leben ohne Nix". Dabei zeigt der selbsternannte Überlebenskünstler, wie man in der Krise aus jedem Nichts ein Kochutensil bastelt.

Auch das Programm der Kunstvermittlung mit dem Titel "Mit Essen spielt man nicht?" bietet einige Leckerbissen. Zum Beispiel die Kunst-Aktion "Mapping the Menu" für Erwachsene oder "Bilder der Verschwendung – Werf' den Pudding an die Wand" für Kinder ab 8 Jahren. Klingt nach viel politisch unkorrektem Spaß ...

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[bs_col class="col-sm-4"]Visual The Politics and Pleasures of Food[/bs_col]
[bs_col class="col-sm-8"]AUSTELLUNG: The Politics and Pleasures of Food
21. September – 17. November 2013
Ausstellungseröffnung: 21.9. 2013, 15.00 Uhr im Rahmen des Spinnerei-Rundgangs der Galerien
Spinnerei-Rundgang: Samstag 21.9. 2013, 11 – 21 Uhr / Sonntag 22.9.2013, 11 – 18 Uhr[/bs_col]
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