Glamour für die Medienkunst: Julia Stoschek

Die junge Sammlerin hat in rasant kurzer Zeit eine international geachtete Sammlung für mediale Kunst aufgebaut

Das ehemaliges Bühnenbild-Fabrikgebäude in Düsseldorf Oberkassel ist ein großartiger Ort für die Präsentation von Medienkunst: stilvoll saniert in minimalem Design, Beton in grau und weiß - und viel Platz auf drei Etagen. Hier hat Julia Stoschek ein sensationelles Zentrum für Video- und Medienkunst errichtet. In jährlich wechselnden Ausstellungen zeigt sie dort ihre private Sammlung zeitbasierter Kunst mit dem Fokus auf Videokunst.

In Sachen Selbstinszenierung ist Stoschek ein absoluter Profi. Vor zehn Jahren steigt die damals 27-Jährige in die Kunstszene ein. An der Seite des Fotografen Andreas Gursky, mit dem sie einige Zeit liiert war, knüpft sie Kontakte in die internationalen Kunstszene. 2007 eröffnet sie ihr Privatmuseum, die Julia Stoschek Collection in Düsseldorf. Über die finanziellen Mittel verfügt die junge Sammlerin – sie ist millionenschwere Erbin der Firma Brose Fahrzeugteile.

Stoscheks Leidenschaft ist die Videokunst, die meist ein Schattendasein in der Kunstszene führt und sich nur schwer verkaufen lässt. Das Engagement der Sammlerin ist gold wert für die Kunstgattung. Denn neben der Förderung junger Künstler setzt sie sich auch für das Konservieren der Werke ein. Für den Fortbestand ist das enorm wichtig, denn die empfindlichen Bänder und an Hardware gebundene Werke sind oftmals vom Verfall bedroht.

Die aktuelle Ausstellung „NUMBER SIX: FLAMING CREATURES“ zeigt bis zum 23.02.13 Werke von unter anderen Jack Smith, Bruce Nauman und Peaches.

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[bs_col class="col-xs-6"]Eingang der Sammlung Julia Stoschek in Düsseldorf[/bs_col]
[bs_col class="col-xs-6"]Kunstsammlerin Julia Stoschek[/bs_col]
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Julia Stoschek Collection
Schanzenstraße 54
Düsseldorf Oberkassel
www.julia-stoschek-collection.net