Chinesisch: Restaurant Goldene Zeiten in Wien

So spannend kann die chinesische Küche sein: Das Goldene Zeiten in Wien kocht traditionelle chinesische Gerichte mit einem feinen Gespür für Aromen

Im Goldene Zeiten wird das Menu an die Vorlieben der Gäste angepasst. Darauf legen Küchenchef Jian Zhao und seine Frau Mingming Fang wert, schließlich sind chinesische Spezialitäten wie tausendjährige Eier und Innereien nicht gleich jedermanns Sache. Das Restaurant am Dr.-Karl-Lueger Platz in Wien, einem Ruhepol im 1. Bezirk, hat viele internationale Stammgäste, die immer wiederkehren. Sie schätzen die Qualität der Küche und, dass man mit Mingming Fang und Jian Zhao interessante Gespräche über Aromen und traditionelle Zubereitung führen kann. Chinesische Restaurants auf diesem hohen Niveau sind in Deutschland und Österreich selten, deshalb wird die chinesische Küche oft in eine Schublade gepackt: Ente, Glutamat und viel Frittierfett.

Das Goldene Zeiten zeigt, dass es auch anders geht und wie spannend die chinesische Küche sein kann. Hier wird auch frittiert, doch auf eine feine Art, die Gemüse-Splitter in eine zarte Kruste hüllt. Als Aperitif ordern wir einen Mango-Cocktail mit frischen Korianderblättern und zerstoßenen Koriandersamen. Dazu startet das Menu mit einem Viererlei aus scharfem Kohl, Koriander-Creme, Gemüse-Sticks und Erdnüssen, die vom Einlegen ausgeblichen sind und im Geschmack Wasserkastanien ähneln. Nach Thunfisch mit Sesam und Wasabi und Jakobsmuscheln wird eines der Highlights serviert: Knusprig karamellisierter Kabeljau mit Ingweressig. Jian Zhao lässt in seinen Gerichten einzelne intensive Aromen zusammentreffen, das macht viele der Gänge so interessant. Ein sensationeller Rotgipfler Rodauner vom Weingut Alphart begleitet unser Menu: mineralisch elegant mit exotischen Fruchtnoten - einfach perfekt zu den asiatischen Aromen.

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Als fünften Gang werden Dim Sum im Bambuskörbchen serviert - gefüllt mit Rind, Schweinefleisch und einem köstlichen Garnelenmus. Die kleinen Teig-Teilchen sind handgezwirbelt. „Man braucht viel, viel Geduld“, seufzt Mingming Fang und lächelt. Nachdem Jian Zhao sein Doktoranden-Studium der Wirtschaftswissenschaft in China abgeschlossen hatte, ist das Ehepaar nach Wien gezogen und hat 1993 sein eigenes Restaurant eröffnet. Auf authentische chinesische Küche legt der Küchenchef zwar wert, aber keineswegs starr: Beim Rinderfilet mit Pfeffersauce schmeckt man, wie sehr er auch die österreichische Küche schätzt.

Ein Ensemble aus Garnelen im Mandelsplitter-Mantel mit Mango leitet über zum süßen Dessert: Zimteis, Cashew-Sauerrahm-Eis und Birnen-Tofu-Tiramisu. Mingming erklärt uns, dass sie am liebsten mit Abate-Birnen kochen, die es in Shanghai nicht gibt. „Wir lieben Birnen!“ sagt sie und serviert zuletzt ein pures und intensiv fruchtiges Birnensorbee - danach sollten Sie bei einem Besuch im Goldenen Zeiten unbedingt noch fragen.

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[bs_col class="col-sm-4"]GoldeneZeiten_hoch[/bs_col]
[bs_col class="col-sm-8"]Dr.-Karl-Lueger-Platz 5, Wien
Tel: (01) 513 47 47
www.goldenezeiten.at
Öffnungszeiten: täglich 11.30-23.30 Uhr[/bs_col]
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